Allgemeines Informationsblatt zur Neuen Influenza für Eltern

Stand: 30.07.2009

Liebe Eltern,

in den letzten Monaten hat sich von Mexiko ausgehend das „Neue Influenzavirus“ (sog.

„Schweinegrippe“) in viele Länder der Welt verbreitet. Auch in Deutschland nehmen die

Fallzahlen von Tag zu Tag deutlich zu, insbesondere auch bedingt durch Reiserückkehrer

aus Ländern, in denen die Neue Influenza schon sehr weit in der Allgemeinbevölkerung

verbreitet ist.

Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass sich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch

Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Ferien in solchen Gebieten verbracht haben, mit der Neuen

Influenza angesteckt haben. Die Gefahr der Ansteckung besteht auch bei Personen, die mit

Urlaubsrückkehrern aus diesen Gebieten engen Kontakt hatten.

Wegen der vielen Kontakte in Gemeinschaftseinrichtungen spielen gerade Kinder und

Jugendliche für die Weiterverbreitung einer Virusgrippe (Influenza) eine bedeutende Rolle.

Infektionen, die z.B. in der Schule erworben werden, können zuhause auf Familienmitglieder

und in der Folge wiederum auf andere Gemeinschaftseinrichtung übertragen werden.

Eine Infektion mit der „Neuen Influenza“ verläuft nach bisherigen Erfahrungen eher milde.

Bei Personen mit Vorerkrankungen (z.B. chronische Krankheiten der Atemwegsorgane, des

Herzkreislaufsystems oder der Immunabwehr) sowie bei Schwangeren und Säuglingen kann

sie aber auch zu schwereren Verläufen führen.

Die typischen Anzeichen dieser „Neuen Influenza“ sind:

- plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl

- Fieber 38 °C teilweise mit Schüttelfrost

- Husten oder Atemnot

- Muskel-, Glieder- und/ oder Kopfschmerzen

- Halsschmerzen

- Schnupfen oder verstopfte Nase.

Um eine Ausbreitung dieser Erkrankung in unserer Schule zu verhindern, sind wir dringend

auf Ihre Mitarbeit angewiesen!

Bitte schicken Sie Ihr Kind nicht in die Schule, wenn Sie eines oder mehrere der o. g.

Krankheitszeichen bei ihm bemerken und stellen Sie Ihr Kind so bald wie möglich bei

Ihrem Haus- / Kinderarzt zur weiteren Abklärung vor. Bitte weisen Sie vorher den Arzt

telefonisch auf Ihr Anliegen hin, damit entsprechende Vorkehrungen getroffen werden

können. Bitte informieren Sie auch umgehend das Gesundheitsamt, um die weiteren

erforderlichen Maßnahmen zu besprechen.

Falls bei Ihrem Kind während des Unterrichtes die o. g. Krankheitszeichen auftreten,

müssen wir es nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes vom Unterricht ausschließen. Wir

werden Sie in diesem Fall informieren und Sie bitten, Ihr Kind schnellstmöglich aus der

Schule abzuholen.

Dieser Ausschluss vom Unterricht dient dem vorsorglichen Schutz der anderen Mitschüler/-

innen und der Lehrkräfte vor einer möglichen Ansteckung. Dadurch kann Unterricht für die

restliche Klasse weitergeführt werden, da die Möglichkeit einer Ansteckung maßgeblich

verringert wurde. Ein Schließen der Klasse bzw. der ganzen Schule ist deshalb beim

Auftreten einzelner Erkrankungen in der Regel nicht nötig. Sollten mehrere Verdachtsfälle an

Neuer Influenza gleichzeitig in einer Klasse oder Schule auftreten, wird die Schulleitung in

Absprache mit dem Gesundheitsamt ggf. weitergehende Maßnahmen anordnen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis für dieses Vorgehen und bedanken uns schon im Voraus für

Ihre Mithilfe bei der Umsetzung dieser Schutzmaßnahmen zum Wohle der Kinder, Lehrkräfte

und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserer Schule.

Die Schulleitung


 

 
 

Häufig gestellte Fragen und Antworten für die Schulleitung

Stand: 30.07.2009

Was muss ich über die Neue Influenza wissen?

Eine Infektion mit der „Neuen Influenza“ verläuft nach bisherigen Erfahrungen eher milde.

Bei Personen mit Vorerkrankungen (z.B. chronische Krankheiten der Atemwegsorgane, des

Herzkreislaufsystems oder der Immunabwehr), bei Säuglingen sowie bei Schwangeren kann

sie aber auch zu schwereren Verläufen führen. In der Regel treten die ersten

Krankheitszeichen 1-7 Tage nach einer Ansteckung auf. Bereits einen Tag vor dem

Symptombeginn bis 7 Tage (bei Kindern bis zu 10 Tage) danach können die

Krankheitserreger (Grippeviren) in Rachen- und Nasensekreten ausgeschieden werden.

Durch Niesen und Husten, aber auch durch direkten Kontakt, z. B. über die Hände, die mit

erregerhaltigem Sekret verunreinigt sind (z. B. beim Niesen, Husten), können andere

Personen angesteckt werden.

Die typischen Krankheitszeichen der „Neuen Influenza“ sind:

plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl

Fieber 38°C teilweise mit Schüttelfrost

Husten oder Atemnot

Muskel-, Glieder- und / oder Kopfschmerzen

Halsschmerzen

Schnupfen oder verstopfte Nase

Wie kann das Risiko einer Ansteckung vermindert werden?

Folgende Maßnahmen tragen zu Vermeidung der Neue Influenza bei:

Strikte Anwendung von personenbezogener Hygiene, also regelmäßiges

Händewaschen mit Wasser und Seife für mindestens 15-20 Sekunden.

Vermeiden von Berührungen von Augen, Nase oder Mund durch die eigenen

Hände.

Vermeiden von engen Kontakten zu möglicherweise erkrankten Personen.

Vermeiden von Anhusten und Anniesen.

Beim Husten und Niesen von anderen Personen Abstand halten und am besten

ein Papiertaschentuch vor den Mund halten, das anschließend in den Abfall

entsorgt wird. Anschließend möglichst die Hände waschen. Wenn kein

Papiertaschentuch zur Verfügung steht, sollte in den Ärmel gehustet und

geniest werden (nicht in die Hand).

Wer krank ist, gehört ins Bett und sollte nicht zur Schule oder zur Arbeit gehen.

Viel lüften (3 bis 4-mal täglich Stoßlüftung von 5 – 10 min.)

Ist ein Mundschutz für Lehrkräfte / Schülerinnen und Schüler nötig?

Ein Mundschutz (sog. OP-Maske) wird derzeit vom NLGA nicht empfohlen, weder für

gesunde Personen zum Schutz vor Erkrankungen noch für Erkrankte zum Schutz ihrer

Kontaktpersonen. In gewissen Situationen mit hohem Ansteckungsrisiko, z. B. im

medizinischen Bereich bei der Versorgung von Erkrankten, kann ein Mundschutz aber

sinnvoll sein, da ein Mund-Nasenschutz bei erkrankten Personen die Verbreitung der

ausgeschiedenen Viren verringern kann. Bei unvermeidlichen engen Kontakten zu nicht

erkrankten Personen kann somit das Tragen eines solchen Schutzes durch den Erkrankten

ggf. auch außerhalb der medizinischen Versorgung (soweit dies sein Gesundheitszustand

zulässt) in Erwägung gezogen werden.

Was ist zu tun, wenn ein Kind krank zur Schule kommt?

Das kranke Kind darf nicht am Unterricht teilnehmen. Wenn die Symptome, der plötzliche

Beginn und die zu ermittelnden Begleitumstände (z.B. Kontakt mit bestätigten Fällen) auf

eine neue Influenza hinweisen, dann sollten die Eltern folgendermaßen informiert werden:

Es wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen. Die Arztpraxis sollte unbedingt

vorher telefonisch auf eine vermutete Infektion mit Neuer Influenza hingewiesen

werden, damit sie entsprechende Vorkehrungen treffen kann.

Über die Notwendigkeit einer spezifischen Labordiagnostik bzw. Behandlung

entscheidet die Ärztin / der Arzt

Falls eine Neue Influenza diagnostiziert wird, meldet die Ärztin / der Arzt dies dem

örtlich zuständigen Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt wird sich ggf. wegen

Maßnahmen an die Schule wenden.

Für die Eltern besteht keine gesetzliche Verpflichtung, die Diagnose der Neuen

Influenza der Schule mitzuteilen. Es erscheint aber sinnvoll, mit den Eltern

entsprechende Absprachen zu treffen und um Kooperation zu bitten.

Was ist zu tun, wenn Kinder oder Lehrkräfte während des Aufenthalts in der Schule

erkranken?

Sichtlich erkrankte Kinder sollten schnellstmöglich vom Unterricht ausgeschlossen und aus

der Schule abgeholt werden. Bis zum Eintreffen der Eltern muss das erkrankte Kind getrennt

von den gesunden Kindern bleiben. Treten bei den Lehrkräften Influenza-ähnliche

Symptome auf, sind diese Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen; sie sollten

schnellstmöglich telefonischen Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen.

Wenn zwei oder mehr Kinder in einer Schulklasse oder mit sonstigem Kontakt zueinander

Symptome aufweisen, die auf die Neue Influenza hindeuten, dann hat gemäß § 34 Abs. 6

Infektionsschutzgesetz die Schulleitung dies dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Das

Gesundheitsamt kann veranlassen, dass Untersuchungen bei den Kindern durchgeführt

werden.

Erkrankte Kinder können 10 Tage nach Erkrankungsbeginn die Gemeinschaftseinrichtung

wieder besuchen.

Muss jedes erkrankte Kind getestet werden?

Ein Labortest ist keine notwendige Voraussetzung zur ärztlichen Diagnose der Neuen

Influenza. Eine erkrankte Person wird auch ohne Laboruntersuchung als Fall von Neuer

Influenza vom behandelnden Arzt gewertet, wenn die Symptome charakteristisch sind, d.h.

bei Fieber und Atemwegserkrankung, und wenn Kontakt mit einem labordiagnostisch

bestätigten Fall bestand, z.B. in der Familie.

Was geschieht mit Geschwisterkindern/Eltern?

Geschwister und Eltern eines bestätigten Falles von Neuer Influenza, die mit diesem im

selben Haushalt leben, gelten als enge Kontaktpersonen. Sie dürfen sieben Tage nach ihrem

letzten übertragungsrelevanten Kontakt mit dem bestätigten Fall keine

Gemeinschaftseinrichtungen besuchen bzw. nur in Absprache mit dem örtlich zuständigen

Gesundheitsamt Tätigkeiten im medizinischen Bereich ausüben. Sie stehen aber nicht unter

häuslicher Quarantäne, Kinder dürfen also draußen spielen etc.

Welche Maßnahmen muss eine Lehrkraft / die Schule ergreifen?

Wenn eine an Neuer Influenza erkrankte Person eine Gemeinschaftseinrichtung besucht hat,

war diese möglicherweise schon einen Tag vor Auftreten der eindeutigen Symptome

ansteckend. Die anderen Kinder bzw. Betreuer/Lehrkräfte in der Einrichtung gelten aber

nicht als enge Kontaktperson, d.h. das Übertragungsrisiko wird als gering eingeschätzt.

Daher wird das Gesundheitsamt in der Regel nur veranlassen, dass die Kinder bzw. deren

Eltern über das Vorliegen eines Erkrankungsfalls informiert werden. Quarantäne- oder

Absonderungsmaßnahmen für die gesunden Personen in der Gruppe / Klasse werden nicht

empfohlen.

Darüber hinaus sollte jede Schule prüfen, welche anderen, unterrichtsähnlichen Aktivitäten

an der Schule bzw. über die Schule den Schülerinnen und Schülern (z. B. auch durch

externes Personal) angeboten werden, wie Nachmittagsbetreuung, Turnstunden, Musikoder

Koch-AGs etc. und die dort tätigen Lehrkräfte entsprechend informieren.

Was ist, wenn eine Lehrkraft erkrankt? Muss sie getestet werden?

Für Lehrkräfte gelten die gleichen Maßgaben wie für Schülerinnen und Schüler. Auch für die

Lehrerinnen und Lehrer ist ein Labortest keine notwendige Voraussetzung zur ärztlichen

Diagnostik der Neuen Influenza. Ausnahmen bestehen bei Risikopersonen.

Braucht man eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, um wieder arbeiten zu können?

Eine Unbedenklichkeitserklärung ist weder erforderlich noch sinnvoll und kann auch von

keinem Arzt ausgestellt werden. Wenn ein Erwachsener an Neuer Influenza erkrankt ist, so

darf dieser sieben Tage nach Beginn der ersten Symptome wieder in der Einrichtung

arbeiten.

Ist es sinnvoll, dass sich Personen, die direkt vor Schulbeginn aus dem Urlaub

zurückkehren, vorsorglich untersuchen lassen?

Vorsorgliche Laboruntersuchungen bei gesunden Personen sind nicht sinnvoll. Sie werden

daher von Ärzten und Gesundheitsämtern nicht angeboten.

Gibt es Situationen, in denen ggf. eine Schule geschlossen wird?

Es gibt keinen Automatismus, der zur Schließung einer Schule führt. Falls in einer

Einrichtung mehrere Fälle auftreten, so entscheidet das zuständige Gesundheitsamt

unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten, welche Maßnahmen zu ergreifen

sind. In Abhängigkeit von den Erregereigenschaften und dem Verlauf der Pandemie kann

das Gesundheitsamt in Abstimmung mit den zuständigen Schulträgern im Einzelfall die

Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen veranlassen.

Sind Stoffhandtücher oder Stofftaschentücher aus hygienischer Sicht akzeptabel?

Stoffhandtücher oder Stofftaschentücher sollten nicht zum Einsatz kommen; es sollten

ausschließlich Einmal-Handtücher benutzt werden. Näheres hierzu ist in der „Arbeitshilfe –

Hygieneplan für Schulen“ des NLGA hinterlegt.

Was muss bei der Abfallentsorgung beachtet werden

Für die Abfallentsorgung ergeben sich keine Veränderungen gegenüber der üblichen

Vorgehensweise. Hinweise zur Abfallentsorgung enthält auch die „Arbeitshilfe – Hygieneplan

für Schulen“ des NLGA.

Sollten Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden?

Bei zunehmendem Auftreten von Neuer Influenza in einer Einrichtung kann eine erhöhte

Reinigungsfrequenz (bzw. effektiver Desinfektion) von Oberflächen mit häufigem Kontakt

(z. B. Türklinken, Handläufe, Spielzeug, Computertastaturen, Arbeitsflächen) und ggf. die

Durchführung einer Händedesinfektion durch das Betreuungspersonal (z.B. nach dem

Putzen der „Kindernase“) neben den allgemeinen Hygieneempfehlungen sinnvoll sein.

Hinweise zur Durchführung von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen enthält die

„Arbeitshilfe – Hygieneplan für Schulen“ des NLGA.

Was sollten schwangere Lehrerinnen beachten?

Schwangere gelten als Personengruppe mit einem höheren Risiko für Komplikationen und

sollen deshalb besonders vor eine Infektion geschützt werden. Die Frage besonderer

Schutzmaßnahmen für Schwangere ist eine Frage des Arbeitsschutzes und sollte daher mit

den für den Arbeitsschutz zuständigen Instanzen geklärt werden. Gemäß dem

Gewerbeärztlichen Dienst des Landes Niedersachsen ist beim Auftreten von Erkrankungen

an Influenza in der Einrichtung ein befristetes Beschäftigungsverbot für Schwangere bis 1

Woche nach dem letzten Erkrankungsfall vorzusehen.

Können noch größere Veranstaltungen (z. B. Tag der Offenen Tür, Erntedankfest,

Bundesjugendspiele, Einschulung usw.) bzw. Klassenfahrten stattfinden?

Es gibt keine Empfehlung, größere Veranstaltungen abzusagen. Personen mit Symptomen

sollten diese Veranstaltungen nicht besuchen.

Sollte man sich trotzdem gegen die normale, saisonale Grippe impfen lassen?

Das Auftreten der Neuen Influenza schließt nicht aus, dass im kommenden Herbst/Winter

auch die übliche saisonale Influenza auftreten wird. Insofern gelten weiterhin die üblichen

Impfempfehlungen für die saisonale Influenza.

Haben sich die Empfehlungen während der Sommerferien geändert?

Die derzeitige Situation ist gekennzeichnet durch weiter zunehmende Fallzahlen, vor allem

durch Reiserückkehrer. Zugleich wird immer deutlicher, dass die Erkrankung in den meisten

Fällen mild verläuft. Bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten aber als besonders gefährdet

für Komplikationen. Dies sind Personen mit chronischen Grundkrankheiten, Schwangere

und Säuglinge. Daher gibt es neue Empfehlungen, um hauptsächlich diese

Personengruppen zu schützen und zugleich die Einschränkungen für die anderen Personen

auf ein Minimum zu reduzieren. Die Empfehlungen betreffen im wesentlichen zwei

Personengruppen: 1. Erkrankungsverdächtige und bestätigte Erkrankungsfälle sowie 2. enge

Kontaktpersonen.

1. Erkrankungsverdächtige und bestätigte Erkrankungsfälle: Die Empfehlungen

wurden nicht geändert. Erkrankungsverdächtige und bestätigte Fälle werden wie

bisher häuslich isoliert.

2. Enge Kontaktpersonen: Als enge Kontaktpersonen gelten Personen, die in den

letzten 7 Tagen mit dem bestätigten Erkrankungsfall im selben Haushalt lebten,

Intimkontakte hatten oder bei ihm pflegerische Maßnahmen durchgeführt

haben. Anders als zuvor unterliegen diese engen Kontaktpersonen nicht mehr einer

„Quarantäne“, solange sie symptomfrei sind. Sie dürfen das Haus verlassen und auch

ihrem Beruf nachgehen (Ausnahmen s. u.).

Es gelten aber für 7 Tage nach dem letzten übertragungsrelevanten Kontakt mit dem

Erkrankungsfall folgende Maßgaben:

Enge Kontaktpersonen sollten den Kontakt zu gefährdeten Personen bzw. zu

besonders zu schützenden Personen (siehe oben) so weit wie möglich

einschränken.

Enge Kontaktpersonen sollten genau auf grippeähnliche Symptome achten. Sie

sollten sich umgehend an ihren Arzt oder das Gesundheitsamt wenden, wenn

sie bei sich eines oder mehrere der folgenden Symptome feststellen: Fieber,

plötzlich beginnendes Krankheitsgefühl mit Muskel-, Glieder- und / oder

Kopfschmerzen, Halsschmerzen oder Schnupfen, Husten oder Atemnot.

Enge Kontaktpersonen dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen,

weder als betreute Person noch als Betreuer, dies gilt also z.B. für

Kinder in Schulen

Lehrerinnen/Lehrer, Erzieherinnen/Erzieher in Schulen

Pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

(z.B. Übungsleiter, Lehrgangsleiter …)

Gibt es Vorschläge, was ich als Schulleiterin/-leiter bzw. Lehrkraft tun kann?

Problembewusstsein und Eigenverantwortlichkeit bei den Schülerinnen und Schülern

erhöhen, durch

Fachliche Aufklärung (z.B. „Wir gegen Viren“)

Poster, Flyer, Durchsagen, Aulaveranstaltung etc.

Einstellen von Informationen auf die Schul-Homepage

Unterrichtseinheiten, AGs, Schulung der Kinder (z. B. zu Themen wie Hygiene

oder Infektionskrankheiten)

Schülerzeitung

Ggf. Arztvortrag und Fragestunde mit Schülerinnen und Schülern

Maßnahmen der Schule

􀂃 „Pandemiebeauftragter“ oder Pandemiestab benennen (vgl. „Arbeitshilfe –

Hygieneplan für Schulen“)

􀂃 Hygienevoraussetzungen schaffen (Seifenspender, Papierhandtücher,

Abfalleimer, etc.) vgl. „Arbeitshilfe – Hygieneplan für Schulen“

􀂃 Wartebereiche und Betreuung für Schülerinnen und Schüler mit Symptomen

sicherstellen, bis Eltern zur Abholung kommen

􀂃 Lehrerkonferenz zum Thema bzw. Elternabend einberufen

􀂃 Unterrichtsmaterialien für Kranke entwickeln (z. B. kurze Lehrbriefe von den

Lehrerinnen / Lehrern, telefonische Durchsage des durchgenommenen

Lehrstoffs und Empfehlung der Nacharbeitung im entsprechenden

Lehrbuch)

Ggf. Mundschutz und Handschuhe in kleinen Mengen für Lehrkräfte, die

erkrankte Schülerinnen und Schüler betreuen, bevorraten

Flächendesinfektionsmittel bevorraten und Dosierungsanweisung erstellen.

Eine Beratung durch das örtliche Gesundheitsamt oder ein nahes

Krankenhaus über geeignete Mittel sowie eventuell eine fachliche Einweisung

der Putzkräfte wird empfohlen (vgl. „Arbeitshilfe – Hygieneplan für Schulen“).