Wir sammeln Briefmarken für Bethel:  
         
         
         
  Die Briefmarkenstelle Bethel

Gesucht und gefunden!

Seitdem die erste Briefmarke 1840 in England verkauft wurde, gibt es Menschen, die von den kleinen gezackten Briefaufklebern fasziniert sind. Eine Sammelleidenschaft brach aus. In Bethel führte das Interesse an den gebrauchten Postwertzeichen vor mehr als 100 Jahren zur Gründung der Briefmarkenstelle. Schon damals konnte Dank vieler Freunde, die ihre Marken nach Bethel schickten, Arbeit für behinderte Menschen geschaffen werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Deshalb unsere Bitte: Keine Briefmarke in den Papierkorb - bitte ausschneiden für Bethel.

 

 

Bunt gemischt ist gefragt

Wer Briefmarken nach Bethel schickt, bekommt auch selber Post. Unsere Dankschreiben frankieren wir mit unterschiedlichen Briefmarken, teilweise mit Wohlfahrtsmarken. Mehrkosten entstehen dadurch nicht, denn Bethel muss den Zuschlag für die Marken nicht bezahlen. Tag für Tag kommen an die 200 Pakete, Päckchen und Briefe hier an. Nicht alle können sofort registriert und bearbeitet werden. Deshalb ist es besser, den Sendungen kein Geld beizulegen. Bethel kann alle Briefmarken gut gebrauchen: deutsche und ausländische, gestempelte und ungestempelte, Sammlungen ebenso wie unsystematisch gesammelte Marken, Briefumschläge und Postkarten zum Ausschneiden.

 

Ab ins Wasserbad

In der Betheler Briefmarkenstelle werden die Marken dann aufbereitet. „Man muss aufpassen, dass sie nicht abfärben! ", gibt Herr Reinhard voller Elan seine Erfahrungen weiter. Er fischt mit seiner Pinzette die Marken aus dem Wasserbad und legt sie zum Trocknen auf ein dickes Löschpapier. „Aber Wasserbad ist nicht gleich Wasserbad", weiß der Experte. Ausländische Marken und deutsche Marken jüngeren Ausgabedatums legt er in kaltes Wasser, ältere Marken lassen sich nur in warmem Wasser problemlos ablösen, weil ihnen viel Klebstoff anhaftet. Auch für selbstklebende Marken hat Herr Reinhard stets eine Lösung parat.

 

Arbeitsangebot

Die Briefmarkenstelle beschäftigt 25 behinderte Mitarbeiter und rund 100 Menschen in den Werkstätten und Beschäftigungsangeboten. Oft schon seit Jahren schicken Kirchengemeinden, Kindergärten, Jugendgruppen, Schulen, Vereine und viele Einzelpersonen ihre Marken nach Bethel. Auch von Firmen kommen größere Mengen. Von der Tagespost bis zu Preisausschreiben. Bei deren Verarbeitung bleibt der Datenschutz gewährleistet: Karten und Briefumschläge werden nach dem Abtrennen der Marken vernichtet.

 

 

 

 

Vorsicht mit der Schere

Meist werden die bunten Postwertzeichen zu Hause oder im Büro aus der täglichen Post ausgeschnitten. Sinnvoll ist es, um jede Marke einen Rand von einem Zentimeter zu belassen, damit die empfindliche Zähnung unverletzt bleibt. Dann wird gesammelt, bis sich das Absenden nach Bethel lohnt. Für den Versand der Briefmarken bieten sich Päckchen oder Pakete

an. Sie sollten ausreichend frankiert sein, damit kein teures Strafporto gezahlt werden muss.

 

 

Ein Schnäppchen machen

Die meisten Briefmarken werden nach der Aufbereitung als Kiloware auf Papier oder abgelöst an Sammler verkauft. Durch die Marken erweitern sie ihre Sammlungen und fischen mit etwas Glück auch ein Schnäppchen heraus. Die Kiloware aus Bethel mit Sorten aus Deutschland und „Aller Welt" steht hoch im Kurs, denn sie entfacht das Sammlerfieber. Entsprechend groß ist die Nachfrage.

Fachwissen ist gefragt

Für das Finden der Marken im Katalog, das Heraussuchen spezieller Marken aus der Masse, das Zuordnen und Sortieren brauchen die Mitarbeiter viel Erfahrung und Geduld. „Aber manchmal weiß ich schon auswendig, wo was steht! ", versichert Frau Sabelhaus und blättert im Michel-Katalog. Das in Sammlerkreisen beliebte Nachschlagewerk ist auch an diesem Arbeitsplatz, an dem die Marken in Fächer einsortiert werden, ein unentbehrliches „Handwerkszeug". „Wir müssen das Sortieren sehr genau nehmen, denn wir wollen unsere Kunden nicht enttäuschen", sagt die behinderte Mitarbeiterin.

Kilos auf Bestellung

In der Briefmarkenstelle Bethel kann telefonisch oder per E-Mail eine Kilowaren-Versandliste angefordert werden. Ist die Ware vorrätig, wird sie nach der Bestellung zeitnah zugesandt. In kleinerem Umfang wird auch die Lieferung von Einzelmarken/Sätzen und Motiv- und Länderbeuteln angeboten. Nach telefonischer Anmeldung ist es auch möglich, Sammlungsreste, Briefe und Karten direkt vor Ort zu erwerben.

 

Arbeit schaffen

Die an Bethel gespendeten Briefmarken ermöglichen es, sinnvolle Arbeits- und Beschäftigungsplätze für behinderte Menschen zu schaffen und zu erhalten. Der Weiterverkauf an Sammler ist dabei eine besondere Bestätigung für die Arbeit, die von Menschen mit Behinderungen geleistet wird. Außerdem kann mit den Erlösen die diakonische Arbeit Bethels für kranke und behinderte Menschen weiter unterstützt werden. Deshalb unsere Bitte: Keine Briefmarke in den Papierkorb - bitte ausschneiden für im Großumschlag oder Päckchen senden an die Briefmarkenstelle Bethel, Quellenhofweg 25, 33617 Bielefeld.

Gemeinschaft verwirklichen

Bethel wurde 1867 im westfälischen Bielefeld gegründet. Heute sind die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel mit rund 20 000 Betten und Plätzen in sechs Bundesländern vertreten. Die zentralen Arbeitsfelder Bethels sind Behindertenhilfe, Epilepsiebehandlung und -forschung, Altenhilfe, Psychiatrie, Jugendhilfe, Wohnungslosenhilfe, Akutkrankenhäuser, Arbeit/Rehabilitation und die Hospizarbeit.

„Gemeinschaft verwirklichen" lautet die Vision Bethels. Darunter verstehen wir das selbstverständliche Zusammenleben, das gemeinsame Lernen und Arbeiten aller Menschen in ihrer Verschiedenheit. Unsere Vision gründet im christlichen Glauben und beruht auf der Achtung der unveräußerlichen Würde jedes einzelnen Menschen als Geschöpf Gottes.

 

Für die Bewältigung der vielfältigen Hilfeprojekte ist Bethel auch auf Geldspenden angewiesen.

Spendenkonto-Nr. 4077 Sparkasse Bielefeld (BL.Z 480 50161) oder online spenden unter www.bethel.de