web-Seiten aus "alten" Zeiten von der Sprachförderung ....

 

Integrative Sprachförderung

Aktuelle Elemente inclusiver/integrativer Sprachförderung können sein

-         Täglicher Morgenkreis mit allen Schülern, mit veränderbaren Ritualen wie Datumsnennung und zeitliche Einordnung, vorgegebene Satzanfänge zu Sprechsituationen, systematische Erarbeitung und Erweiterung des Wortschatzes durch Tastsäcke, Bildkarten u. a.

-         Wochensprüche: Kleine Sprüche, Gedichte, Zungenbrecher, die täglich geübt werden und wöchentlich wechseln. Sie werden mit großräumigen Bewegungen, Schwungtüchern, Stäben, Schritten, Klatschrhythmen begleitet.

-         Lerninhalte und Ergebnisse sprachlich begleiten und darstellen

-         Sprache in Bewegung und Handlung umsetzen- z.B. im Mathematik-Unterricht auf dem Schulhof: „ Ich stehe auf der Zahl 4.“ Anweisung: „Hüpf zu dem Nachfolger wie ein Frosch!“

-         Rhythmisierung von Sprache durch Klanggeschichten, Reime, Begleitung durch Orffinstrumente, einüben von  Liedern mit Bewegung, das Erlernen von einfachen Kindertänzen

-         Bewusstes Strukturieren von Lernvorgängen durch Sprache (sprachbegleitendes Handeln- in Mathematik, Operationen erklären und bei der Durchführung verbalisieren, Handlungsabläufe im Sachunterricht  sprachlich aufzuarbeiten, wiederholen, den Wortschatz systematisch zu erweitern)

-         Bei Gesprächskreisen Schüler für die Bildung von Lauten und Artikulationsstellen sensibilisieren und hinweisen

-         Arbeitsanweisungen, Lerngegenstände häufig wiederholen und von Schülern in eigenen Worten erklären lassen.

-         Sprechsituationen schaffen, die das Verbalisieren eines Handlungszusammenhanges nötig machen (Bilderbücher, Rätsel, Bildergeschichten usw.)

-         Kreative Sprachrituale schaffen wie das  Malen und Aufschreiben von eigenen Geschichten, Klassetagebucheintragungen.

-         Durchführung von Fantasiereisen durch Sprache. Anschließenden non-verbalen und verbalen Ausdruck fördern

-         Sprachliche Modellierung und korrektives Feedback

-         Schulung der Wahrnehmung: z.B. der auditiven Wahrnehmung über kurze Sequenzen von Geräuschen und ihre Einordnung, z.B. Tagesablauf durch Geräusche, Geräuschlotto, häufiges Abhören der Wörter auf ihre Lautstruktur mit Gebärdenunterstützung

-         Unterrichtsbegleitende, individuelle Hilfestellung z.B. beim Erstlese- und Schreiberwerb durch Visualisierung von Arbeitsanweisungen, Bildung von Schülertandems

-         Benutzung eines Lautgebärdensystems beim Erstleseprozess (dies erfolgt individuell bei Bedarf, um durch motorische Zeichen Phonem-und Graphem-Verbindungen zu sichern und die Synthese zu erleichtern.)

 Die integrative und isolierte Sprachförderung kann zur Unterrichtszeit im Klassenraum stattfinden oder in einem Sprachförderraum. Die Arbeit beinhaltet die individuelle Förderung auf den genannten sprachlichen Ebenen und berücksichtigt wenn nötig  Kompetenzen des Erstlese- und Schreibprozesses. Die Förderung einzeln oder in Kleingruppen dauert zwischen 10 und 20 Minuten. Der Zeitpunkt der Einzel- oder Kleingruppenförderung wird mit dem Unterricht und der zuständigen Grundschulkollegin abgestimmt, so dass wichtige Einführungen, Erklärungen, Gruppengespräche nicht versäumt werden. Die offene Eingangsstufe und die damit verbundene Öffnung der Lernsituation macht ein Abstimmen von sprachfördernden Maßnahmen und Unterrichtsinhalten leichter.

Die Schüler mit Sprachförderbedarf haben bei diesem Modell  die Möglichkeit, ihre sprachlichen Kompetenzen anhand vielfältiger Sprachvorbilder von gleichaltrigen Mitschülern zu erweitern. Im Spiel und beim gemeinsamen Unterricht lernen sie von und mit anderen Schülern. Das sprachliche Lernen geschieht so neben gezielter Sprachförderung auf natürlich kindliche Art.

 

 

     
 
Frau Rüsing schreibt mit Leon in den Sand.   Dach ist auch schwer zu artikulieren.
 
Die Maus fragt den Löwen.   Die Maus fragt den Pfau.
 
Wir wollen Freunde sein, fragt die Maus.   Die Maus fragt die Schlange.
 
Intensive Arbeit in Frau Fabers Sprachförderraum.   Kann ich das nicht schon gut ? (Jannik)
 
Kannst du mein Wort erlesen ?   Kartei mit den Wörtern - nicht nur für Sprachförderkinder wichtig !
 
Laura buchstabiert - Leon schreibt.   Laura schreibt ein Wort für Leon.
 
Laura, Maxi und Frau Rüsing raten, lesen, schreiben Wörter mit "ie".   Leon löst ein Rätsel.
 
Leon schreibt Lauras Namen.   Maxi beschreibt ein Wort (Brief).
 
Mit verbundenen Augen die Gegenstände ertasten.   Maxi sagt das heutige Datum.
 
Schreiben mit allen Sinnen.   Maxi liest vor.

Yannik übt das "ie".

Yannik liest alle Wörter mit "ie" vor.

 
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